Übersicht

Verschaff dir einen Überblick über 7 wichtige Aspekte der SMS-Compliance.

Dieser Hinweis dient nur zu Informationszwecken und ist weder als Ersatz für eine Beratung durch eine*n geeignete*n Rechtsberater*in und/oder das Team deiner Organisation für regulatorische Compliance gedacht noch sollte er dafür verwendet werden.

Die 7 Compliance-Grundlagen für SMS

  1. Vor dem Versand von SMS immer die Einwilligung einholen, bevor jemandem eine SMS gesendet wird.
  2. Abmeldungen erleichtern
  3. Verbotene Inhalte vermeiden
  4. Sende nicht zu früh oder zu spät
  5. Gib in jeder SMS dein Unternehmen oder deine Marke an
  6. Befolge die Regeln für Warenkorbabbruch-Flows (nur USA)
  7. Weitere Nachrichtenanforderungen hinzufügen (nur Kanada)
Sieh dir eine Infografik zu den 7 Compliance-Grundlagen an
Details for each of the 7 compliance basics for SMS, which are also discussed later in this article
Details for each of the 7 compliance basics for SMS, which are also discussed later in this article

Warum muss ich diese Compliance-Grundlagen kennen?

SMS ist ein streng regulierter Kanal. In den meisten Ländern gibt es Gesetze, die die Nutzung von SMS regeln, und die Nichteinhaltung dieser Gesetze kann zu starkem Filtering oder hohen Geldstrafen führen. Um das für dein Unternehmen zu vermeiden, ist es wichtig, die Dos und Don’ts rund um SMS zu kennen.

Vor dem Versand von SMS immer die Einwilligung einholen, bevor jemandem eine SMS gesendet wird.

Wenn es um SMS geht, musst du die ausdrückliche Zustimmung einer Person haben, um ihr Nachrichten zu senden. Eine schriftliche Zustimmung ist am besten, da es einen Nachweis gibt, dass eine Person SMS zugestimmt hat.

Um die richtige SMS-Einwilligung zu erhalten, solltest du 4 wichtige Best Practices beachten. 

Sende SMS nur an Personen, die derzeit angemeldet sind

Sende SMS nicht an Personen, die keine aktuellen Abonnent*innen sind. Dies gilt für alle Nachrichtentypen, einschließlich:

  • Flows
  • 1-zu-1-Unterhaltungen
  • Kampagnen

Selbst wenn sich jemand zuvor für SMS angemeldet hat, aber jetzt abgemeldet ist, kannst du dieser Person keine SMS senden, da sie derzeit kein*e Abonnent*in ist.

Stelle sicher, dass die Einwilligung speziell für SMS gilt.

Wenn es um das Einholen einer Einwilligung geht, muss jemand zustimmen, SMS-Nachrichten zu erhalten. Behalte daher Folgendes im Hinterkopf:

  • Das SMS-Opt-in muss getrennt vom E-Mail-Opt-in erfolgen
    • Dasselbe Kontrollkästchen kann nicht für beides verwendet werden
  • Eine Einwilligung für E-Mail oder Marketing im Allgemeinen zählt nicht
Verwende deine Offenlegungserklärung überall dort, wo du SMS-Einwilligungen einholst

SMS erfordert außerdem, dass Personen verstehen, wofür sie sich anmelden. Du musst Offenlegungstext einfügen, um Personen überall dort über dein SMS-Programm zu informieren, wo du SMS-Einwilligungen einholst, einschließlich:

  • Pop-ups
  • Flyout
  • Formulare einbetten
  • Ausdrucke mit QR-Codes
  • Instagram-Sticker
  • Checkout-Seite
  • E-Mails mit Opt-in-Links

Möchtest du ein Beispiel? Lies in diesem Artikel ein Beispiel für Offenlegungstext.

Example of a signup form with disclosure language
Example of a signup form with disclosure language

Stelle sicher, dass die Einwilligung direkt deinem Unternehmen erteilt wurde.

Eine einzelne Einwilligung kann nicht für mehrere Marken oder Organisationen erteilt werden. Kund*innen müssen ausdrücklich ihre Einwilligung erteilen, um Nachrichten von deinem Unternehmen zu erhalten. Lead-Generierung, affiliatebezogene oder gekaufte Listen gelten nicht als gültige SMS-Einwilligung.

Abmeldungen erleichtern

Stelle immer eine Möglichkeit bereit, damit SMS-Abonnent*innen sich von deinen SMS-Kampagnen- und Flow-Nachrichten abmelden können.
Je nachdem, welche Absendernummer du verwendest, kannst du eine der folgenden Optionen in deine SMS-Nachrichten aufnehmen:

  • Opt-out-Schlüsselwort (z. B. STOP)
  • Abmeldelink

Das sind die einfachsten Optionen, allerdings können auch andere angemessene Opt-out-Methoden zulässig sein (z. B. indem du in der SMS deine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse für den Kund*innensupport angibst).

Beispiel für ein Opt-out-Schlüsselwort

Beispiel für einen Abmeldelink

Beispiel-SMS, die Stopp als Abmelde-Schlüsselwort enthältBeispiel-SMS mit einem Abmeldelink

Verbotene Inhalte vermeiden

Es gibt bestimmte Themen, deren Zustellung Mobilfunkanbieter an Empfänger*innen verweigern.

Alles, was mit diesen verbotenen Themen in deinen Nachrichten oder auf deiner Website zu tun hat, kann dazu führen, dass deine Nachrichten vom Mobilfunkanbieter gefiltert werden oder der Mobilfunkanbieter die Absendernummer vollständig für den Versand sperrt.

  • Illegale Substanzen
  • SHAFT (Sex, Hate, Alcohol, Firearms, Tobacco)
    • Sex
    • Hass
    • *Alkohol
    • *Feuerwaffen (einschließlich anderer Waffen)
    • Tabak (einschließlich CBD)
  • Feuerwerk
  • Glücksspiel
  • Inkasso/Schuldenerlass
  • Finanzdienstleistungen mit hohem Risiko (z. B. Kryptowährung)
  • Multi-Level-Marketing

* Nachrichten von Marken aus den Bereichen Alkohol, Schusswaffen, Tabak und Sex können in bestimmten Ländern mit einer Altersbeschränkung erlaubt sein.

Auch wenn nicht alle diese Themen in jedem Land verboten sind, prüfen Carrier neu, welche Inhalte sie zulassen, und machen diese Informationen nicht immer zeitnah oder in formeller Form öffentlich. Am besten vermeidest du sie, unabhängig davon, in welches Land du sendest.

Sende nicht zu früh oder zu spät

Es gibt bestimmte Zeiten, in denen es illegal ist, SMS zu senden. Diese Zeiten werden als Ruhezeiten bezeichnet und variieren je nach Land und Region, in die du sendest.

Sende generell in der lokalen Zeit deiner Empfänger*innen und vermeide das Senden:

  • Vor 9:00 Uhr
  • Nach 20:00 Uhr

In manchen Fällen kannst du legal um 8 Uhr morgens oder bis 21 oder 22 Uhr abends senden, allerdings ist die SMS Kundenengagement zu diesen Zeiten tendenziell geringer. Weitere Informationen findest du in den länderspezifischen Gesetzen für SMS.

Country

Ruhezeiten

*Vereinigte Staaten

Kanada

Vereinigtes Königreich

Irland

Deutschland

Niederlande

Australien

Neuseeland

Vor 8:00 Uhr

Nach 20:00 Uhr

**Frankreich

Vor 8:00 Uhr

Nach 22:00 Uhr

Alle Sonntage

Gesetzliche Feiertage

* Für die USA gilt in den meisten Teilen des Landes der TCPA, der das Senden von 8:00 Uhr bis 21:00 Uhr erlaubt. Mehrere Bundesstaaten (z. B. Florida) haben jedoch Mini-TCPAs für ihren Bundesstaat eingeführt und beschränken das Senden auf 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

** Ruhezeiten in Frankreich werden von Mobilfunkanbietern durchgesetzt. Das bedeutet, dass du rechtlich vielleicht sonntags senden darfst, deine Nachrichten aber nicht zugestellt werden. Die Anbieter können sich außerdem entscheiden, deine anderen Nachrichten zu filtern, wenn du weiterhin außerhalb der Ruhezeiten sendest.

Gib dein Unternehmen/deine Marke in deiner SMS an

Es ist wichtig, dass deine Abonnent*innen wissen, von wem deine Nachrichten stammen. Andernfalls könnten deine Empfänger*innen denken, die SMS seien nur Spam.

Es gibt ein paar verschiedene Möglichkeiten, wie du Kund*innen in deinen Textnachrichten mitteilen kannst, wer du bist:

  • Füge am Anfang der Nachricht ein Organisationspräfix ein
Example SMS that has an organization prefix
Example SMS that has an organization prefix
  • Nenne deine Marke irgendwo im Text der Textnachricht
Example SMS where the organization name is within the body of the text message
Example SMS where the organization name is within the body of the text message
  • Eine gebrandete Absender-ID verwenden (nur Vereinigtes Königreich oder Australien)
  • Sende eine virtuelle Visitenkarte als Teil deiner Welcome-Serie (nur USA und Kanada)
Richtlinien für Warenkorbabbruch-Flows befolgen (nur USA)

Befolge in den USA diese Richtlinien für jeden Flow zur Warenkorbabbrüchen:

  • Verwende immer Double Opt-in
  • Nur 1 SMS pro Empfänger*in senden
  • Die SMS innerhalb von 48 Stunden senden, nachdem Kund*innen eine Warenkorb-Session abgebrochen haben.

Andernfalls können Mobilfunkanbieter*innen dein SMS-Programm prüfen oder blockieren.

Das Befolgen dieser Richtlinien ist auch eine Best Practice für andere Warenkorbabbruch-Flow (wie z. B. Browse Abandonment), obwohl dies von den Carriers nicht vorgeschrieben ist.

Weitere Nachrichtenanforderungen hinzufügen (nur Kanada)

Wir empfehlen die folgenden Elemente, wenn du in Kanada Textnachrichten an Personen sendest, insbesondere wenn du eine Kurzwahlnummer verwendest: 

  • Programmname (z. B. könnte es für Klaviyo „Klaviyo SMS“ sein)
  • Ein Call-to-Action
  • Eine Möglichkeit, Hilfe zu erhalten, z. B. „Sende HELP, um Hilfe zu erhalten“
  • Eine Möglichkeit zum Abmelden, z. B. „Antworte mit STOP, um dich abzumelden“
  • „Std. „Es können Gebühren für Nachrichten und Daten anfallen“ (wenn du einen Link einfügst)

Eine Nachricht zu einem neuen Produkt könnte zum Beispiel so aussehen: „Bridge Designs: Die Herbstsaison ist da! Sieh dir hier unsere neuen Stücke an: [LINK] Text HELP for help. Sende eine SMS mit „STOPP“, um dich abzumelden. Std. Es können Nachrichten- und Datengebühren anfallen.“

Example SMS that includes all Canadian message requirements
Example SMS that includes all Canadian message requirements

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